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von Ulla Fröhling

Willkommen auf der Homepage zu meinem Buch

"Vater unser in der Hölle" zeichnet das Leben einer Frau nach, die ich Angela Lenz genannt habe. Sie lebt wirklich, doch wer sie ist, habe ich nie verraten. Dies ist eine Geschichte von Gewalt, Folter und Mißbrauch. Das Grauen war zu groß, um von einer allein getragen zu werden. So spaltete sie das Erlebte auf und wurde Viele Angela Lenz ist eine multiple Persönlichkeit.
Angelas Schicksal berührt viele Menschen: eine Geschichte von der Kunst des Überlebens. Noch immer bekomme ich fast täglich Mails und Briefe zu diesem Buch. Weil Menschen Anteil nahmen und wissen wollten, wie es mit Angela weiterging, veröffentlichte ich 2008 eine Neuausgabe mit zusätzlichen Kapiteln und Handschriften von Angela und Mails von ihrer Therapeutin.

2015 erscheint nun die neueste Ausgabe von "Vater unser in der Hölle", mit weiteren Phasen aus Angelas Leben und aktuellen Erkenntnissen der Traumatherapie. Mehr als 20 Jahre habe ich das Leben von Angela Lenz begleitet. Jetzt beende ich meine journalistische Arbeit über diesen außergewöhnlichen Lebenskampf. Außergewöhnlich, aber keineswegs einmalig -- wie die Aufdeckungen über Kinderfolter und Sklavenhandel mit Kindern weltweit zeigen. Möge diese klarere Sicht kommenden Generationen nützen.

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Buchgeschichte. Mein Buch über Leben und Therapie einer Frau mit dissoziativer Identitätsstörung erschien erstmals 1996. Vier Jahre hatte ich "Angela Lenz" begleitet; Kontakt halten wir bis heute. 25 Jahre habe ich mich durch die deutsche und internationale Psychotraumatologie recherchiert.

Über sexuelle Gewalt, Inzest, Alkohol-, Drogen-, Spielsucht schrieb ich schon im relativ harmlosen Umfeld als Brigitte-Redakteurin. Ich meinte, mich könnte nichts überraschen. Aber nun kamen die Themen Folter, okkulte Gruppen, organisierte Kriminalität hinzu. Und eine kontroverse Debatte.

1997 lud mich die Enquete-Kommission `Sog. Sekten und Psychogruppen' des Bundestages ein. Es folgten Bundestagsanfragen, -anhörungen, Artikel, Vorträge in Deutschland, USA, Kanada, Belgien. Dieses Buch inspirierte Dokumentar- und Spielfilme, Bücher und Artikel. Ich wurde Mitbegründerin einer Stiftung für Opfer ritueller Gewalt, gebe mein Wissen in Fortbildungen an KollegInnen, TherapeutInnen und manchmal in Seminaren zur Sektenkriminalität an die Kripo weiter.

2004 war `Vater unser in der Hölle' vergriffen. Acht Jahre sind eine gute Zeit für dieses Buch, fand ich. Andere fanden das nicht: Plötzlich wurden bei ebay bis zu € 200 pro Exemplar gezahlt. Auch Verlage boten mit. Ich beugte mich dem Interesse, aktualisierte das Buch und warf erneut einen Blick auf den Umgang mit schwer traumatisierten Menschen. Kalt und bitter wurde mir da.

`Vater unser in der Hölle' brachte mir viel Anerkennung, wenig unsachliche Kritik, aber es kostete mich `Seelengeld' – um eine schöne Formulierung von Wolf Biermann zu entwenden. Jetzt gehe ich zu anderen Themen und stelle hier die Geschichte des Buches und Texte zum Bereich Trauma zum Lesen zur Verfügung.

Übrigens: Wenn mir das Thema zu hart wurde, schrieb ich ironische Kurzgeschichten -- als Psycho-Hygiene. Falls es Ihnen auf diesen Seiten zu hart wird, lesen Sie doch eine davon: `Nur noch einmal' handelt von den erotischen Wünschen einer 80jährigen und ist die Titelgeschichte meiner Anthologie, die bei Piper und Rowohlt erschien.

Letzte Änderung am 08.04.2015 um 17:17 Uhr.

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